Viele Menschen sind überzeugt, dass neben der klassischen Schulmedizin auch andere, natürlichere Verfahren helfen und heilen können. 

Ich zeige Ihnen, welche Erfolg versprechenden alternativen Heilmethoden bei Tieren angewandt werden und erkläre, was geht und was nicht - denn einige alternative Heilmethoden sind auf direkte Kommunikation mit dem Patienten angewiesen.

Magnetfeldtherapie

Die moderne Magnetfeldtherapie arbeitet mit pulsierenden elektromagnetischen Strahlen. Ihre Wirkung ist wissenschaftlich belegt. Sie wird angewendet bei Erkrankungen des Bewegungsapparates, bei Verletzungen, Blutergüssen, Muskel-/Knochenerkrankungen und Verspannungen. Es sind keine Nebenwirkungen bekannt. Die Behandlung ist nicht schmerzhaft. Nicht behandelt werden sollten jedoch trächtige Tiere, Patienten mit magnetisierteren Fremdkörpern im Inneren und Tiere mit Epilepsie. Die Theorie, die hinter der Magnetfeldtherapie steckt, ist, dass Körperzellen durch elektromagnetische Schwingungen unterstützt und am "Arbeiten" gehalten werden. Dieser Idealzustand ist im Krankheitsfall gestört. Durch den gezielten Einsatz von Magnetfeldern kann die ursprüngliche "physikalische Ordnung" im Tier wieder hergestellt werden.
 

Homöopathie

Das Heilverfahren der Homöopathie wurde 1796 von Samuel Hahnemann begründet. Es baut auf der so genannten Ähnlichkeitsregel (similia similibus curantur) auf. Nach dieser Regel werden Erkrankungen mit Mitteln behandelt, die ähnliche Beschwerden hervorrufen können wie die zu behandelnde Krankheit. Das Behandlungsverfahren erfolgt nach dem folgenden Muster: Der Homöopath versucht zunächst, alle körperlichen und psychischen Symptome zu erfassen. Das gesamte Symptomenbild ergibt ein "Simile", ein Mittel, das auf den Gesamtzustand passt. Unter Heilung versteht die klassische Homöopathie nicht nur das Verschwinden der Krankheitssymptome, sondern auch ein allgemein erhöhtes Wohlbefinden des Patienten. Erst im zweiten Schritt verschwinden die organischen Symptome. Es wird angenommen, dass die Heilung von innen nach aussen geschieht. Zuerst gesunden also die inneren Organe wie Herz, Leber, Niere und dann die äusseren Organe wie z.B. die Haut.
 

Bewegungstherapie

Die Bewegungstherapie hilft bei Gelenkerkrankungen, Wirbelerkrankungen und altersbedingter Verkalkung. Hierbei führt der Therapeut natürliche Bewegungen z.B. an den Pfoten durch oder bringt einem Hund beispielsweise bei, in bestimmter Weise zu laufen.

Dorn-Wirbeltherapie

Viele Tiere leiden unter Fehlstellungen der Wirbel und Gelenke, die unbehandelt bleiben. Das kann zu organischen Erkrankungen und Verhaltensauffälligkeiten führen. Dieter Dorn, ein Landwirt aus dem Allgäu, entwickelte die Methode. Die Dorn-Methode beinhaltet systematische Dehn- und Bewegungsübungen. Werden die regelmäßig angewendet, geht es dem Tier besser. Vorteil ist, dass keine Nebenwirkungen bekannt sind. Nachteil ist, dass häufig eine Dauerbehandlung nötig ist, denn Erfolge sind erst nach längerer Zeit erkennbar. Gerade bei Tieren ist die Behandlung manchmal etwas schwierig. Ihnen fehlen oft Geduld und Ausdauer.
 

Breuß-Massage

Die Breuß-Methode wurde von dem Österreicher Rudolf Breuß (1899-1990) entwickelt. Es handelt sich um eine feinfühlige, energetisch-manuelle Rückenmassage, die sanft seelische und körperliche Verspannungen lösen kann. Durch die Massage wird die Wirbelsäule gestärkt. Die Energie in diesem bereich fließt wieder. Die Wirkung der Breuß-Massage ist nicht endgültig nachgewiesen.


Tellington-Touch

Linda Tellington-Jones aus Kanada entwickelte diese Methode ursprünglich für Pferde. Tellington-Touch ist eine Art Massage, die das kranke Tier mit sanft kreisenden, hebenden und streichenden Berührungen beruhigt und entspannt. Hierdurch werden auch Ängste, Beschwerden und Schmerzen gelindert. Die Massage verbessert den Allgemeinzustand des Patienten. Auch bei der Tellington-Touch-Methode ist die Wirkung nicht endgültig nachgewiesen.

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